Die Kunst des Bremsens

Safety-Tipp 2

Hand aufs Herz: Wann hast du das letzte Mal eine Vollbremsung geübt? Wer nicht richtig bremst, verschenkt überlebenswichtige Meter. Trainiere das, bis es in Fleisch und Blut übergeht. Sonst gehts gleich in der ersten Schrecksituation schief. Auch langjährige Fahrer müssen wiederholen. Viele haben sich aus Angst, zu überbremsen, eine falsche Bremstechnik angeeignet: hinten zu stark, vorne zu schwach.

Tritt lieber die Bremse, statt auf den Asphalt zu schlagen.

Perfektes Bremsen sieht so aus: Motorrad absolut gerade und ausgekuppelt, den Tank klemmst du fest zwischen deine Beine. Dann Gas zu, Vorderradbremse voll durchziehen und gleichzeitig Hinterradbremse voll durchdrücken. Das ABS setzt ein – und das ist auch gut so. Es halbiert das Risiko von schweren Unfällen. Ohne ABS bedarf es viel mehr Feingefühl mit der Vorderradbremse – sonst blockiert das Vorderrad, und es kann schnell zum Sturz kommen. Bei starkem Bremsen in der Schräglage läufst du Gefahr, dass dein Vorderrad blockiert. Wenn möglich, in Schräglage also nur zögerlich bremsen.

Vergiss bitte nicht: Diese Manöver sind verdammt schwierig – und doppelte Geschwindigkeit bedeutet vierfacher Bremsweg. Darum bei jedem Saisonstart wieder ein paar Vollbremsungen üben. Auch bei realen Geschwindigkeiten zwischen 80 und 120 km/h.