Gefahrenpunkt: Kreuzung

Safety-Tipp 1

Warum passieren rund ein Drittel aller Unfälle an Kreuzungen und Ausfahrten? Schau dir dein Motorrad an. Seine Silhouette ist so schlank, dass man sie leicht übersieht. Hinzu kommen immer sicherer werdende Autos. Die A-Säule wird immer dicker, das Blickfeld also immer kleiner. Zusätzlich schauen die Fahrer entweder nur einmal oder nicht lange genug, um deine Geschwindigkeit und deinen Abstand richtig einzuschätzen. Wenn dann auch noch die Sonne reindrückt, wirst du praktisch unsichtbar.

Rechne an Kreuzungen damit, dass du aufs Kreuz gelegt wirst.

Der Klassiker: Du bist gemütlich unterwegs, und jemand fährt aus einer Einmündung. Natürlich in deine Fahrspur, natürlich ohne dich zu sehen. Leider müssen wir an Kreuzungen immer damit rechnen, dass uns der Vortritt genommen wird. Überprüf mit Blickkontakt, ob man dich sieht. Aber Vorsicht: Manchmal «tarnst» du dich vor Autos, die hinter dir fahren. Kann gut sein, dass der Autofahrer in deine Richtung schaut, dich aber trotzdem übersieht.

The good old Scheibenwischerblick: links schauen, rechts schauen – nochmals links-rechts – und dann erst fahren. Nach der Fahrschule macht das kaum noch ein Autofahrer, was dir ruckzuck zum Verhängnis werden kann. An Kreuzungen fährst du also am besten mit ständiger Bremsbereitschaft: Tempo drosseln und Blickkontakt aufnehmen – denn der ist besser als Blechkontakt.

Verzichte auf deinen Vortritt, wenns drauf ankommt. Lieber tausendmal zu oft bremsen, als einmal zu wenig.